Nachgefragt

Neulich im Baff-Theater
Über Shakespeare, gebrochene Mädchenherzen und ganz viele Pralinenschachteln. . Der 04.02.2012. Unzählige Pralinen-Schachteln und ein riesiger Berg Kartons mitten auf der Bühne des Baff-Theaters.Das Licht erlosch und die Profile zweier Darstellerinnen waren an den Schattenwänden zu erkennen. Eine durchbohrte sich mit einem Dolch, die Andere lief unendlich weit ins Wasser. Plötzlich schossen die Charaktere des Stückes durch die Schattenwände - die Ertrunkene mit zerzaustem Haar und Lederjacke, die Andere in einem Kleid, welches mit jeder Menge Blut befleckt war.
Erst nach dem zweiten Mal hinsehen erkannten wir die Darstellerinnen. Es waren Lisa Zieger aus der 11. und Maria Hannasky aus der 10. Klasse unseres Gymnasiums.
Über was redet man denn so im Nirgendwo, in Gesellschaft so vieler Pralinen-Schachteln?
Als Mädchen natürlich über die typischen Probleme wie Schönheit, Aussehen und die Liebe, weshalb man letztendlich hier sitzt. Wie soll es jetzt weiter gehen ohne die Geliebten, mit einem schreienden Gewissen und der Angst, sich grundlos umgebracht zu haben?
Diese Fragen durchzogen die gesamte Vorstellung. Aber Antworten darauf, wurden den Beiden nicht gegeben.
Wir sprachen nach der Vorstellung mit Lisa Zieger:
Lisa, warum Baff-Theater Delitzsch?
Ähm, Leipzig ist ziemlich weit weg und Delitzsch ist damit die nächstgelegene Stadt, in der es so etwas gibt. Und ich wurde von einer Freundin mitgenommen.
Wie war die Zusammenarbeit zwischen dir und Maria?
Ziemlich entspannt, da wir ja nur zwei Mitglieder sind und es zwischen unserem „Regisseur“
und uns ein sehr lockeres Verhältnis gibt.
Gab es trotzdem Probleme?
Da wir uns anfangs nicht auf ein Thema festlegen konnten, gab es ein großes Zeitproblem. Jedoch hat am Ende alles gut geklappt.
Wie kam es zu eurem Thema?
Naja also, in der Schule werden natürlich verschiedene Stücke behandelt und deshalb fiel unsere Wahl auf zwei Shakespeare Stücke. Außerdem lesen wir sehr gerne.
Wo kommen die vielen Schachteln und Kartons her?
Die sind von unserer Schokoladenfabrik, denn das sind alles Fehlproduktionen. Ich glaube, das waren am Anfang 22 Kisten, mit jeweils 2000 Stück.
... und habt ihr alle Schachteln gefaltet?
Nö. (lacht)
Am Freitag, 10.02., ist ja die zweite und letzte Vorstellung. Wirst du genauso aufgeregt sein wie bei der Premiere oder bist du gelassener?
Also, es kommt darauf an, wie viele Leute kommen. Ich werde zwar aufgeregt sein, aber nicht so stark wie bei der Premiere.
Vielen Dank für das Interview.







