Nachgefragt

Kunstnacht No.4

Mittlerweile ist es 5:34 Uhr und die 4. Kunstnacht neigt sich dem Ende. Es wurde wieder einmal viel geschafft. Unter anderem ist das weltweit größte Portrait von Christian Gottfried Ehrenberg erstellt worden. Es besteht aus 72 Einzelbildern, die jeweils nach einem individuellen Konzept der beteiligten Schüler gemalt, gezeichnet und gedruckt wurden.

Nach dem gemeinsamen Abendbrot und der knappen Belehrung, folgte eine Einweisung in die Kunst des Tiefdrucks durch Herrn Wiewiorra. Eifrig und noch voller Motivation begannen die Kunstleistungskursler der 11. Klasse alle gleichzeitig ihre Kaltnadelradierungen zu verewigen. Während die 11er voller Elan die Werkstatt in einen Saustall verwandelten, begannen die 12-klässler und die Ehemaligen den Rest der Kunstetage einzusauen. Sie gestalteten die ersten Einzelblätter von Christian Gottfried Ehrenberg, dem Namensgeber unseres Gymmis. Der Weilen schwand die Motivation und der Ehrgeiz der 11er, bis diese den Nullpunkt erreichten. Dann wurde eine kreative Schaffenspause eingelegt, bevor erneut mit dem Drucken begonnen wurde.


Als wir alle vorzeigbare Resultate entstehen ließen, konnten auch wir (die 11er) zu der Gestaltung Ehrenbergs beitragen. Natürlich wurde nicht nur gemalt und gegessen, sondern auch Musik gemacht und das Podcastteam machte sich an die Arbeit. Jetzt sitzen wir noch hier, zeichnen weiter, räumen auf und schlafen fast ein. Immerhin ist es ja auch schon 5:54 Uhr am Morgen. Die Konzentration ist im Keller, dennoch halten wir uns irgendwie mit Energydrinks und Kaffee am Leben, bzw. wach. Wie ihr lesen könnt, war es wieder einmal wundervoll, lustig und chaotisch schmutzig. Halt wie immer.


Nach einer kurzen Erholungspause melden wir uns noch mal zurück: Jetzt ist es 7:51 Uhr und wir schildern euch kurz die Lage hier in der Kunstetage des Diesterweggebäudes. Es ist sauber und nichts bis auf der dezente Gestank von Terpentin liegt in der Luft. Terpentin haben wir verwendet, um die Tische und noch viele andere Gegenstände von den Spuren der Kunst zu befreien. Es ist ein wenig unheimlich, wenn man sich alleine hier oben bewegt, denn die Musik läuft nun schon seit 13 Stunden ohne Unterbrechung, doch den Menschen sieht man die lange Nacht an. Manche von uns sind nicht mehr ansprechbar!


Die Werkstatt sieht mittlerweile so gut aus wie schon lange nicht mehr, da wir die Kunstnacht gleich zum Anlass genommen haben, um diese mal wieder aufzuräumen. Mit Augenringen bis zu den Knien und einer unheimlichen Blässe in den Gesichter schlurfen die meisten von uns nun von Raum zu Raum und warten auf die Ankunft unserer Eltern. Diese sind wie jedes Jahr herzlich eingeladen worden, um gemeinsam mit uns zu frühstücken und sich als Erste unsere Resultate anzusehen. Abschließend zur Kunstnacht gilt es zu sagen, dass sich die Kunst langsam aber sicher ausbreitet! Seit gespannt!


Liebe Grüße von LiBa und Billy

 
         
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