Nachgefragt

Ein anderes Theater
Am 09. und 10. November fuhren die achten Klassen unserer Schule in Begleitung von Frau Estler-Schneider und Frau Kutzker ins Theater nach Dessau.
Am 09. und 10. November fuhren die achten Klassen unserer Schule in Begleitung von Frau Estler-Schneider und Frau Kutzker ins Theater nach Dessau. Im Puppentheater sollte „Der Schimmelreiter“ aufgeführt werden. Eine Novelle von Theodor Storm als Puppenspiel - alle hegten große Erwartungen. Doch damit hatten wir nicht gerechnet: Im alten Puppentheater angekommen, betraten wir einen kleinen Raum, der irgendwie überhaupt nicht nach Theater aussah. Wir gingen an der kleinen Bühne vorbei und setzten uns gespannt hin und dann ging es los. Eine mysteriöse Musik erklang und der Schatten des Schimmelreiters war zu sehen.
In dem Puppenspiel geht es um folgendes Problem: Wir sollten uns vorstellen, wie es ist, in einer Welt zu leben, in der das Schicksal des Einzelnen jeden Tag von Ebbe und Flut bestimmt wird und ein einziger Sturm alles zerstören kann. Die Hauptfigur Hauke-Haien hat einen großen Traum. Er will einen neuen, besseren Deich bauen, um die Höfe und die Menschen vor dem Sturm zu schützen. Doch er hat viele Gegner und Neider. Bald schon gibt es Gerüchte um Hauke, seinen Deich und seinen Schimmel. Schließlich verliert er seine Tochter und seine gutmütige Frau durch eine enorme Flutwelle und er stürzt sich selbst in die Wellen, die einen Deich, sein Land und seinen Traum zerstört haben. Beendet wird das Stück von einer seltsamen Gestalt, einem Reiters.
„Es war ein außergewöhnliches Theaterstück“, so Leonie K. aus der 8/3. Nur warum? Die Puppenspieler standen hinter den großen Holzpuppen und verliehen ihnen so Arme und Stimme. So etwas habe ich noch nie gesehen.







